Der Sternenhimmel im April 2021

Unsere Sternkarte zeigt den gestirnten Himmel für 23 Uhr Sommerzeit. Dann wird der Sternenhimmel von den Frühlingssternbildern beherrscht. Genau in Südrichtung findet man jetzt das Sternbild Löwe, dessen Figur in der Tat an eine liegende Raubkatze erinnert. In südöstlicher Richtung sorgen zwei Lichter für Aufmerksamkeit: Spica, Hauptstern der Jungfrau, und höher am Himmel der orange Arktur im Sternbild Bootes. Arktur, Spica und Regulus spannen das sogenannte Frühlingsdreieck auf.

Der Große Wagen (ein Teil des Sternbildes Großer Bär) ist jetzt senkrecht über unseren Köpfen zu finden. Zwischen ihm und dem Löwen haben nur die unscheinbaren Sternbilder Kleiner Löwe, Jagdhunde und das Haar der Berenike ihren Platz. Ähnlich verhält es sich mit dem Gebiet zwischen Löwe und Horizont: Hier schlängelt sich die lichtschwache Wasserschlange, der Sextant tritt kaum hervor, meist kann man nur Becher und Rabe aufgrund der prägnanten Formen erkennen.

Die Mondphasen im April 2021

Die Planeten im April 2021

Merkur wird ab Ende April zu seiner besten Sichtbarkeit am Abendhimmel auftauchen. Wer findet ihn ab etwa 21 Uhr MESZ zuerst über dem nordwestlichen Horizont?

Venus ist noch nah bei der Sonne, sie wird Ende April an Merkur vorbeiziehen – eine echte Herausforderung am nordwestlichen Abendhimmel!

Mars turnt durch die Sternbilder, Ende April wechselt er vom Stier in die Zwillinge. Am 26./27. ist er nur etwas mehr als ein halbes Grad vom offenen Sternhaufen M 35 entfernt.

Jupiter wechselt Ende April vom Steinbock in den Wassermann, der Riesenplanet macht sich am südöstlichen Morgenhimmel bemerkbar.

Saturn tritt morgens etwas früher als Jupiter über den südwestlichen Horizont, ist aber deutlich lichtschwächer.

Uranus erreicht Ende April seine Konjunktion mit der Sonne – er taucht nachts nicht über dem Horizont auf.

Neptun hatte Anfang März seine Konjunktion mit der Sonne, im April ist er noch nicht weit genug von ihr entfernt, um nachts sichtbar zu sein.