Der Sternenhimmel im Dezember 2021

Da es im Dezember abends sehr früh dunkel wird, kann man sich, ganz unpassend zur Jahreszeit, von den Sommersternbildern Schwan, Leier und Adler verabschieden.

Unsere Sternkarte für die Zeit um 22 Uhr zeigt dagegen die Pracht der Wintersternbilder: Orion, Stier, Zwillinge und Fuhrmann sind bereits aufgegangen. Selbst Sirius, der hellste Fixstern am irdischen Himmel, blinkt schon über dem Südosthorizont. Im Süden und Südwesten halten sich noch die Herbststernbilder auf. Unterhalb des Herbstvierecks (das große Quadrat aus drei Sternen des Pegasus und einem Stern der Andromeda) findet man die ausgedehnten, aber nur aus lichtschwachen Sternen bestehenden Sternbilder Wassermann, Fische und Walfisch. Auch Eridanus, das Sternbild zwischen Walfisch und Orion, ist keine wirkliche Bereicherung. In einer klaren Nacht kann man aber einmal versuchen, dem Lauf des Himmelsflusses zu folgen.

Die Mondphasen im Dezember 2021

Die Planeten im Dezember 2021

Merkur zog Ende November an der Sonne vorbei. Ende Dezember taucht er tief über dem Südwesthorizont in der Abenddämmerung auf.

Venus ist Anfang Dezember maximal hell, steht am Abendhimmel aber weiterhin nah des Südwesthorizonts. Bis Ende Dezember wird sie fast von der Sonne eingeholt, ihre Sichtbarkeit endet somit.

Mars läuft von der Waage in den Skorpion. Ab Mitte Dezember taucht der rote Planet am südöstlichen Morgenhimmel auf.

Jupiter wechselt vom Steinbock in den Wassermann, er ist ein Objekt des Abendhimmels.

Saturn im Steinbock steht zwischen Venus und Jupiter; diese drei Planeten schmücken den frühen Abendhimmel über dem südwestlichen Horizont.

Uranus im Widder passiert jetzt in den späten Abendstunden den Meridian, noch kann man ihn bequem beobachten.

Neptun im Wassermann hat seine Oppositionszeit nun hinter sich, man sollte ihn aufsuchen, sobald es richtig dunkel ist.