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Youth-Letter

Der Newsletter der Astronomie-Jugend.
Ausgabe 34. Erschienen 01.03.2026

März 2026

Hallo du,
Diesen Monat haben wir Neuigkeiten über eine Mondmission der Nasa, eine Methode zur Bestimmung der Hubble-Konstante und den Auswirkungen von Raketen/Sateliten auf unsere Umwelt. Außerdem wird dieser YouthLetter mit dieser Ausgabe drei Jahre alt!
Viele Grüße und viel Spaß beim Lesen,
Theo, Nour, Sam und Mo

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oder auf Instagram an @astro.youthletter.vds.

Astrofoto des Monats

Jeden Monat wird auf Instagram für ein Astrofoto des Monats abgestimmt.
Diesen Monat: NGC7331
Fotograf: Annika Raab (Instagram: @_ann1ka05_) Kamera: ATR3CMOS9000KPA Teleskop: Skywatcher 150/750 PDS Explorer
Bearbeitung: Pixinsight Belichtungszeit: 100*300s

Aus der Forschung

  1. Es geht wieder zum Mond! Nach dem Erfolgreichen Testflug der Artemis I Mission zum Mond 2022, starten bald mit Artemis II zum ersten Mal seit Apollo 17 Menschen zum Mond. Auch wenn es keine Landung geben wird, ist die Mission wichtig, um das Flugprofil sowie die Orion-Kapsel zu testen und einige wissenschaftliche Experimente durchzuführen. Die Mission startet mit der SLS-Rakete, der baldmöglichste Starttermin ist aktuell für frühestens April angesetzt. Die Astronauten werden aufgrund der komplexen Flugbahn des Artemis Programms im Vergleich zu den Apollo Missionen die am weitesten von der Erde entferntesten Menschen aller Zeiten werden. An Bord ist mit einem kanadischen Astronauten auch der erste Nicht-US-Amerikaner auf dem Weg zum Mond. Weiterlesen: NASA Artikel
  2. Es wurde eventuell ein neuer Ansatz zur Messung der Hubble-Konstante entwickelt. Bisher gibt es hauptsächlich zwei Methoden zur Messung der Hubble-Konstante. Das Problem daran ist, dass diese auf relativ unterschiedliche Ergebnisse kommen und sehr große Unsicherheiten haben. Da die Hubble-Konstante zur Messung der Expansion des Universums und damit auch zur Bestimmung des Alters des Universums genutzt wird, ist diese große Unsicherheit allerdings sehr unpraktisch und wird als ,,Krise der Kosmologie” bezeichnet. Forschende haben jetzt mit dem Nordic Optic Telescope auf Hawaii mit dem Gravitationslinseneffekt zwei Supernovae vom Typ Ia beobachtet und deren Spektren aufgenommen. Beim Gravitationslinseneffekt wird sich zunutze gemacht, dass Gravitation den Raum krümmt. Licht bewegt sich immer entlang dieses gekrümmten Raums und wird dadurch abgelenkt. Wenn also ein Objekt (hier die Supernovae Ia) hinter einem sehr schweren Objekt (hier zwei Galaxien) ist, kann das Objekt durch die Beugung des Lichts trotzdem beobachtet werden. In diesem Fall sieht man diese Beugung in Form der Supernovae von Flecken um die Galaxien herum. Diese Flecken stellen aber alle dasselbe Objekt dar. Durch die Beugung entsteht aber eine leichte Zeitverzögerung. Darüber könnte mit mehr Datenpunkten ebenfalls die Hubble-Konstante bestimmt werden. Zukünftig könnte das also eventuell diese Krise der Kosmologie lösen. Weiterlesen: Artikel von astronews, Paper
  3. Verunreinigen Raketen unsere Atmosphäre? Als am 19. Februar 2025 ein Teil der SpaceX Rakete Falcon 9 wieder in die Atmosphäre eintrat, konnte in Kühlungsborn (Norddeutschland) mit Hilfe einer lidar (Light Detection and Ranging) Messung Lithium in einer Höhe von 96 km nachgewiesen werden. Dabei wurden Laserpulse genutzt, um ein dreidimensionales Bild der Atmosphäre zu erschaffen. Es konnte ausgeschlossen werden, dass das Lithium, welches in 10-mal höherer Konzentration auftrat als normalerweise, auf natürlichem Wege in die Atmosphäre gekommen ist. Die Forscher aus Kühlungsborn warnen nun vor den noch fast nicht erforschten Auswirkungen auf die Ozonschicht, unsere Atmosphäre und unser Klima. Denn das entdeckte Lithium ist nur eines der Metalle, die beim Wiedereintritt verglühen und in der Atmosphäre zurückbleiben. Es stammt vor allem aus Lithium-Ionen-Batterien und Lithium-Aluminium-Legierungen. Aluminium, ein beim Raketenbau beliebter Stoff, verbleibt größtenteils in der Stratosphäre, in welcher sich Verschmutzung schlechter nachweisen lässt, und trägt zum Abbau der Ozonschicht bei. Die Hoffnung ist, dass diese Befunde für eine größere Aufmerksamkeit für potentielle Schäden an unserer Umwelt sorgen, vor allem bei der erhöhten Menge an Sateliten und Raketen, die von der Erde aus ins All gesendet werden. Vielleicht können diese auch mit umweltschonenderen Materialien gebaut werden. Es wird auf jeden Fall in der Zukunft eine Herausforderung sein. Weiterlesen: Heise-Artikel, Paper

Aktuelles

Tipp für Schüler:innen: Schaut euch mal die Angebote auf der Webseite der Astronomieschule vom Haus der Astronomie in Heidelberg an. Insbesondere die Astrocamps könnten interessant für euch sein.
Youtube-Tipp: Videos zum aktuellen Themen der Astronomie findet ihr auf Astrum.

Astronomische Ereignisse

03.03. Vollmond (Mondfinsternis, nicht sichtbar in Europa)
19.03. Neumond
20.03. Tag-Nacht Gleiche
02.04. Vollmond
03.04. Merkur in größter westlicher Elongation
17.04. Neumond
18.04. Vierplanetenkonstellation

Beobachtungstipp für Anfänger:innen:
Diesen Monat steht Jupiter hoch am Himmel. Der größte Planet im Sonnensystem kann bereits mit einem kleinen Teleskop gut sichtbar gemacht werden und du kannst die Galileischen Monde und vielleicht sogar die Atmosphärenstreifen erkennen.

Beobachtungstipp für Fortgeschrittene:
Diesen Monat wollen wir dir die Wagenradgalaxie empfehlen, welche oberhalb der Deichsel des großen Wagens liegt und einfach mit Starhopping gefunden werden kann. Da sie sehr hell ist, kann sie gut fotografisch sichtbar gemacht werden.

Falls du Fotos machst, schick sie uns gerne, vielleicht landen sie ja als
Foto des Monats im nächsten Newsletter!

Impressum

Der Youth-Letter ist ein gemeinsames Projekt der Fachgruppe Jugendarbeit der VdS e.V. und der VEGA e.V. Unser Ziel ist die Vernetzung und Förderung junger Menschen mit einer Begeisterung für Astronomie.