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Youth-Letter
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Der Newsletter der Astronomie-Jugend. Ausgabe 32. Erschienen 01.12.2025
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Dezember 2025
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Diesen Monat haben wir Nachrichten über eine neue Marsmission der NASA, gute Nachrichten darüber ob wir in einer Simulation leben und wie immer ein schönes Astrobild
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Schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen
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Interessiert dich Astronomie? Interessiert dich Schreiben? Wir suchen aktuell weitere Redaktionsmitglieder. Falls du eine jugendliche Person mit Interesse am Schreiben und an Physik bist, melde dich gern bei uns |
| über Discord, per Mail an youth-letter@sternfreunde.de |
| oder auf Instagram an @astro.youthletter.vds. |
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Jeden Monat wird auf Instagram für ein Astrofoto des Monats abgestimmt. Diesen Monat: NGC 6946 (Feuerwerksgalaxie)
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Fotograf: Timo Heinz (Instagram: @timo_astro04) Kamera: Nikon D800 Teleskop: Skywatcher 150/750 PDS Explorer Montierung: Skywatcher HEQ-5 Bearbeitung: Pixinsight Belichtungszeit: 65*182s (ca. 3,8h)
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Aus der Forschung
- Am 13.11.25 wurde die Escapade Mission der NASA gestartet. Ziel der ESCAPADE (Escape and Plasma Acceleration and Dynamics Explorers) ist die Untersuchung des Einflusses des Marswetters auf dessen Magnetosphäre. Diese besteht aus den nunmehr schwachen Überresten eines einst von der Stärke mit der Erde vergleichbaren Magnetfeldes, welches durch den früheren Kern erzeugt wurde, und einem noch schwächeren Magnetfeld in der oberen Atmosphäre. Geladene Teilchen, Sonnenwinde und die Marsatmosphäre interagieren konstant miteinander, was in einer Verringerung der Atmosphäre resultiert. Diese Auswirkung des Marswetters auf die Atmosphäre wird mithilfe der ESCAPADE Mission untersucht, indem die beiden Satelliten bei verschiedenen Höhen (160 und 10000 km) die obere Atmosphäre und Magnetosphäre durchgängig messen sollen. Momentan befindet sich diese Mission jedoch zunächst in Phase 1 (“Launch and Loiter”) von 4 Phasen. In dieser wurde die Rakete am 13.11.25 in Florida gestartet und wartet in einem "verweilenden" Orbit um die Erde darauf, dass Mars und Erde wieder hinreichend nah beieinander sind. Danach wird sie voraussichtlich im Herbst 2026 die Gravitation der Erde nutzen, um zum Mars zu fliegen und mit der Untersuchung der Magnetosphäre beginnen. Diese Messdaten erlauben uns womöglich sowohl Aussagen über das vorherige Klima als auch Vorhersagen über das Wetter auf dem Mars zu treffen, was hilfreich für zukünftige Marsmissionen wäre. NASA; Spektrum
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Es wurden Indizien für sogenannte dunkle Sterne gefunden. Dabei handelt es sich um ein bisher vollständig hypothetisches Modell von einem Stern, der nicht wie andere “normale” Sterne seine Energie aus der Kernfusion zieht, sondern durch das Vernichten von dunkler Materie. Der Theorie zufolge könnten solche Sterne im sehr frühen Universum entstanden sein.
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Mithilfe von Spektroskopie wurden fünf Kandidaten für solche dunklen Sterne analysiert. Drei dieser Kandidaten wurden bereits 2023 entdeckt, aber jetzt mithilfe des JWSTs genauer beobachtet, die anderen beiden wurden in der jetzigen Analyse neu hinzugezogen. Die Ergebnisse lassen weiterhin offen, dass es sich tatsächlich um dunkle Sterne handeln könnte. Allerdings würde eine Bestätigung grundlegende theoretische Annahmen infrage stellen, da einige der Kandidaten in vergleichsweise metallreichen Regionen gefunden wurden.
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Falls diese dunklen Sterne existieren und tatsächlich so alt sind wie erwartet, könnte sie die Formation von supermassereichen schwarzen Löchern erklären, da sie am Ende ihres Lebenslaufs zu einem solchen supermassereichen schwarzen Loch kollabieren könnten. TheConversation; Paper
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Ist unser Universum eine Simulation? Neue Forschungsbefunde der University of British Columbia demonstrieren, warum dies mathematisch nicht nur unwahrscheinlich, sondern unmöglich ist.
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Die Idee, dass Realität über eine reine Berechnung hinausgeht, ergibt sich aus dem Fortschritt von Newton bis Einstein zur Quantenmechanik, die die klassische Vorstellung von Raum, Zeit und Determinismus auflöste. Raum und Zeit sind nicht mehr absolut und durch die Unschärferelation sind Zustände nicht mehr eindeutig vorhersehbar. Moderne Ansätze der Quantengravitation legen nahe, dass Raum und Zeit aus tiefer liegenden Informationsstrukturen entstehen. Hier untersuchten die Forschenden, ob es sich bei dieser Struktur um eine algorithmische handelt.
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Mithilfe von mathematischen Theoremen, darunter auch Gödels Unvollständigkeitssatz (welches besagt, dass es in allen hinreichend starken widerspruchsfreien Systemen unbeweisbare Aussagen gibt und hinreichend starke widerspruchsfreie Systeme ihre eigene Widerspruchsfreiheit nicht beweisen können.), bewiesen sie, dass eine vollständige und konsistente Beschreibung von allem ein sogenanntes "nicht-algorithmisches Verständnis" erfordert.
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Dieses Verständnis kann man sich vorstellen, wie den Unterschied zwischen einem Rechner, der blind Rezepte befolgt und so auf logische Erkenntnisse kommt, und einem Menschen, der plötzlich versteht, warum etwas wahr ist, ohne dass dies aus einer Schrittfolge ableitbar wäre.
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Ein Klassisches Beispiel hierfür ist Gödels berühmter Satz: “Dieser Satz ist nicht beweisbar” Ist dieser beweisbar, wäre er falsch, was logisch inkonsistent ist. Ist er nicht beweisbar, ist er wahr. Es gibt also eine wahre Aussage, die das System nicht ableiten kann. Es ist also unvollständig. Die Natur selbst enthält aber solche sogenannten “Gödel Wahrheiten”, woran aber algorithmische Systeme, unabhängig von ihrer Mächtigkeit, scheitern. Dr. Faizal, Leiter des Teams, fasst es so zusammen: “Da die tiefste Ebene der Realität nicht algorithmisch ist, kann kein Computer sie simulieren." “Das Universum kann nicht, und konnte nie, eine Simulation sein.” Universität; Paper
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Aktuelles
Wir empfehlen sehr, sich bei euch in der Region nach Veranstaltungen wie Vorträgen und Workshops umzuschauen!
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- 13.11. International Cosmic Day: hier können Schüler:innen, Lehrkräfte und Studis mit Wissenschaftler:innen über kosmische Teilchen sprechen und verschiedenste Veranstaltungen dazu besuchen. Es gibt regional in vielen Städten Veranstaltungen dazu, unter anderem in Würzburg, Dresden, Mainz und Bonn. Infos
- Astronomy on Tap: hier finden an verschiedensten Orten der Welt Vorträge, Quizzes, und vieles weitere statt. Vielleicht ja sogar auch in deiner Nähe: Webseite
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Tipp für Schüler:innen: Schaut euch mal die Angebote auf der Webseite der Astronomieschule vom Haus der Astronomie in Heidelberg an. Insbesondere die Astrocamps könnten interessant für euch sein.
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Youtube-Tipp: Videos zum aktuellen Themen der Astronomie findet ihr auf Astrum.
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Astronomische Ereignisse
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04.12. Mond nahe Plejaden
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07.12. Merkur in größter westlicher Elongation
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04.01. Erde am Perihelion
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10.01. Venus in größter östlicher Elongation
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16.01. Mars in Opposition
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Beobachtungstipp für Anfänger:innen:
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Diesen Monat kannst du besonders gut den Jupiter beobachten, dieser steht schon früh abends am Nachthimmel. Mit einem Fernglas kannst du bereits die galileischen Monde sehen, mit einem kleinen Teleskop sogar die atmosphärischen Streifen und den großen roten Fleck.
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Beobachtungstipp für Fortgeschrittene:
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Die Wintersaison fängt an, damit ist es Zeit für den Orionnebel! Schon am Abend kannst du den Orionnebel sehen. Mit einem kleinen Teleskop ist der Kern des Nebels klar zu erkennen, fotografisch sind sogar die Ausläufer des Nebels sehr schön zu erkennen.
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Falls du Fotos machst, schick sie uns gerne, vielleicht landen sie ja als Foto des Monats im nächsten Newsletter!
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Impressum
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Der Youth-Letter ist ein gemeinsames Projekt der Fachgruppe Jugendarbeit der VdS e.V. und der VEGA e.V. Unser Ziel ist die Vernetzung und Förderung junger Menschen mit einer Begeisterung für Astronomie.
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