Sonne

 

 

Die Sonne zählt zu den dynamischsten Objekten, die Amateurastronomen beobachten können. Sie überrascht täglich neu durch Veränderungen in Minuten, Stunden, bis zum elfjährigen Aktivitätszyklus der Sonnenflecken. Jeder Anblick der Sonne ist einmalig, denn sie wird niemals wieder so aussehen, wie sie heute erscheint.

Aufnahme der Sonne im Weißlicht mit einem Schwarzweiß-Sensor. Zu erkennen sind die dunklen Sonnenflecken und die Granulation. Aufnahme am 04.09.2017 um 06:34 UT mit Omni XLT127 (127/1270), Baader Sonnenfilterfolie (fotografisch), Canon EOS 700da, ISO 100, 1/4000 s, 22 Einzelaufnahmen überlagert. Foto von Steffen Fritsche.

Dabei ist die Sonne für Amateurastronomen ein „preiswertes“ Objekt. Ein kleines Teleskop reicht aus, moderne Filtertechnik hat die Kosten für die nötige Lichtdämpfung in den Bereich des Taschengelds gedrückt. Wir beobachten die Sonne auch mit dem bloßen Auge, um historische Beobachtungen besser zu verstehen. Die Beobachtungen von Weltraumteleskopen stehen via Internet zur Verfügung, wir können sie frei nutzen. Das eigene Teleskop verschafft uns das unmittelbare Erleben der Sonne und reizt auch zum technischen Tüfteln, um unsere Methoden weiter zu verbessern.

Was wir als Sonnenbeobachter tun, ist entsprechend breit gestreut. Wir verfolgen die Aktivität der Sonne und führen dabei jahrhundertelange Beobachtungsreihen fort. In kürzeren Projekten beobachten und messen wir die Entwicklung von Sonnenflecken und anderen Erscheinungen der aktiven Sonne. Dafür steht uns die leistungsfähige Software „SunMap“ zur Verfügung. Filter für die Linien von Wasserstoff und Calcium erschließen uns Strahlungsausbrüche (Flares), die sichtbare Dynamik starker Magnetfelder, die wir im Sonnenbild sehen. So reicht der Zugang zur Sonne für Beobachter von der Schönheit der Formen über die Freude an der Teamarbeit bis zum Verständnis der Physik.

Positionsbestimmung von Sonnenflecken auf einer Übersichtsaufnahme mit großem Kamerasensor.

Sonnenbeobachter arbeiten gerne in Teams, großen und kleinen. Sie tauschen Beobachtungen aus, auch mit anderen Beobachtergruppen in vielen Ländern der Erde. Wer mit neuen Ideen kommt, ist ebenso willkommen wie der zuverlässig über viele Jahre hinweg tätige Beobachter. Erfahrungen stehen dabei jedem zur Verfügung. Wir tauschen uns aus, auf unserer jährlichen Tagung, bei Workshops, im Internet-Forum der VdS und über unsere Zeitschrift SONNE, die es gratis als PDF zum Download gibt. Auf unserer Webseite stehen auch die aktuellen Daten aus Beobachtungen, Auswertungen und nützlicher Service jedem zur Verfügung.

Die Mitglieder der SONNE-Redaktion betreuen auch die Arbeitsgruppen: Sonnenfleckenrelativzahlen, H-Alpha, Sonnenfotografie, Fackeln, Positionsbestimmung, Sonnenfinsternisse und das A-Netz für Fleckenbeobachtung mit bloßem Auge. So gibt es immer Ansprechpartner für den Einstieg, das Mitmachen und die Lösung von Problemen. Sie sind herzlich willkommen!



Aufnahme der Sonne in H-Alpha mit Protuberanzen am Sonnenrand. Aufnahmedaten: TS-Photoline ED-Refraktor 110/770 mit Baader 4-fachTelezentrik und DMK 21.AU.618 Kamera
Filterung: Baader D-ERF und Solar Spectrum Observer 1,5 ebenfalls von Baader.
Stacking 15% von 500 Frames mit AutoStakkert, Schärfung mit Giotto, Finish mit Photoshop. Foto von Wolfgang Bischof am 03. Oktober 2014.

Aufnahme der Sonne in H-Alpha mit Sonnenflecken. Aufnahmedaten: TS-Photoline ED-Refraktor 110/770 mit Baader 4-fachTelezentrik und DMK 21.AU.618 Kamera
Filterung: Baader D-ERF und Solar Spectrum Observer 1,5 ebenfalls von Baader.
Stacking 15% von 500 Frames mit AutoStakkert, Schärfung mit Giotto, Finish mit Photoshop. Foto von Wolfgang Bischof am 28. Oktober 2014.

Die Fachgruppe hat zwei Bücher herausgegeben: „Die Sonne beobachten“ (früher „Handbuch für Sonnenbeobachter“ und das „Solar Astronomy Handbook“.

 

Ansprechpartner der Fachgruppe

Andreas Zunker
Mörikeweg 14
75015 Bretten

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E-Mail
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Webseite 
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