Bundesweiter Astronomietag am 1. Oktober 2022 mit 75 Veranstaltungen in Deutschland und der Schweiz

Der von der VdS ins Leben gerufene Astronomietag bietet am Samstag, dem 1. Oktober 2022 wieder Anlass und Gelegenheit für alle Interessierten, sich an Sternwarten, Planetarien, Forschungsinstituten und bei engagierten Hobby-Astronom*innen in Deutschland und der Schweiz über astronomische Themen zu informieren und einen Blick ins All zu werfen. Der Astronomietag steht in diesem Jahr unter dem Motto „Faszinierende Mondwelten im Sonnensystem“ und lädt damit insbesondere zum Beobachten des Erdmonds und der Gasriesen Jupiter uns Saturn mit ihren Monden ein. Neben zahlreichen Veranstaltungen vor Ort bietet das Haus der Astronomie in Heidelberg um 17 Uhr einen Livestream an. (mehr …)

Ausschreibung der Reiff-Preise 2022

Seit 2009 zeichnet die Reiff-Stiftung zur Förderung der Amateur- und Schulastronomie herausragende Projekte zur Jugendarbeit in der Amateurastronomie und astronomische Aktivitäten in Schule und Kindergarten mit Geldpreisen aus. 2022 werden wie in den Vorjahren insgesamt 6500 Euro in zwei Kategorien vergeben, allerdings wird die Staffelung der Preisgelder in der ersten Kategorie aufgehoben. An die Stelle von erstem, zweitem und drittem Preis treten drei gleichwertige Preise.

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23. September: Licht aus – für eine ganze Nacht!

Mit der Earth Night ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung setzen:

Am 23. September ist es wieder soweit: die diesjährige Earth Night findet statt. Menschen werden ab spätestens 22 Uhr die ganze Nacht über das künstliche Außenlicht reduzieren und so ein Zeichen gegen die zunehmende Lichtverschmutzung setzen. Jeder kann dabei mitmachen.

Im Unterschied zur Earth Hour – bei der jedes Jahr an einem März-Abend für eine Stunde das Licht reduziert wird – geht es bei Earth Night darum, die gesamte Nacht das Licht abzuschalten. Mit der Aktion soll auf die exzessive Nutzung von nächtlichem Kunstlicht hingewiesen und ein Umdenken erreicht werden, zukünftig verantwortungsvoller mit der Ressource Licht umzugehen. Denn Umwelt, Mensch und Natur sind nachweislich auf ausreichend dunkle Nächte angewiesen.

Wir hoffen, dass in diesem Jahr noch mehr Großstädte und Kommunen mitmachen und wieder Tausende Objektanstrahlungen abgeschaltet werden und noch mehr Kommunen den Mut aufbringen, die ganze Nacht die Straßenbeleuchtung abzuschalten. Da es keine generelle Straßenbeleuchtungspflicht gibt, kann so etwas problemlos umgesetzt werden.

Unterstützt wird die Aktion von immer mehr Organisationen und Prominenten — von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS) e.V., dem Bund Naturschutz, dem DAV und LBV.

Alle Infos unter: www.earth-night.info.

Bestellung „Astronomie – Ihr neues Hobby“

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Beobachtungstipp: die Sommersternschnuppen kommen

Jedes Jahr um den 12. August sind besonders viele Sternschnuppen am Nachthimmel zu sehen. In dieser Zeit fliegen wir auf unserem „Raumschiff Erde“ durch einen Schwarm von kosmischen Staubteilchen, die beim Eindringen in die Erdatmosphäre Leuchtspuren verursachen. Unter optimalen Bedingungen kann man so alle ein bis zwei Minuten einen Meteor über den Himmel huschen sehen. Dieses Jahr stört allerdings Mondlicht die Beobachtung.

Die meisten Meteore sind nach Mitternacht zu sehen, wenn die Erde quasi kopfüber in den Strom eintaucht. Ihren theoretischen Höhepunkt erreichen die „Perseiden“ am frühen Morgen des 13. August gegen 3 Uhr. Ein einzelner Beobachter nimmt normalerweise etwa 30 bis 50 Meteore pro Stunde wahr, durch den vom Mond aufgehellten Himmel wird man dieses Jahr nur die hellsten Exemplare davon erhaschen können. Man blickt dazu am besten in Richtung Osten – dort steht das Sternbild Perseus, nach dem diese Sternschnuppen benannt wurden.

Sternkarte mit dem Sternbild Perseus und dem Ausstrahlungspunkt der Perseiden-Sternschnuppen
Die Perseiden scheinen dem Sternbild Perseus zu entspringen. Solch einen „Radianten“ oder Ausstrahlungspunkt hat jeder Sternschnuppenstrom, denn die Erde fliegt auf ihrer Bahn um die Sonne dann durch eine Wolke kleiner Kometentrümmerteilchen. Im Falle der Perseiden trägt der verursachende Komet die Bezeichnung 109P/Swift-Tuttle. Dieser Komet wurde am 19. Juli 1862 von Lewis Swift und Horace Tuttle unabhängig voneinander entdeckt. Für einen Umlauf um die Sonne benötigt er rund 133 Jahre. Im Jahr 1992 konnte die Wiederkehr des Kometen beobachten werden, seine nächste Sichtbarkeit wird erst für das Jahr 2126 erwartet.

Das Sternbild Perseus ist ein klassisches Herbst- und Wintersternbild. Mitte August geht der Perseus und mit ihm der Ausstrahlungspunkt der Perseiden am Abendhimmel auf und steigt dann immer höher. Die meisten Sternschnuppen sieht man daher in den späten Abendstunden und – noch besser – frühen Morgenstunden, da unser Blick dann genau in Richtung des „Schneegestöbers“ der Sternschnuppen geht.

Der Mond zeigt sich in der Sternschnuppennacht einen Tag nach Vollmond und steht somit die ganze Nacht über dem Horizont. Eine gute Handbreit rechts von ihm leuchtet der Ringplanet Saturn und eine größere Strecke nach links oben ist der Riesenplanet Jupiter das hellste Objekt. Wer in der zweiten Nachthälfte beobachtet, wird unterhalb vom Perseus auch noch den roten Planeten Mars ausmachen.

Das Auftreten der Perseiden ist nicht auf die kurze Zeit des Maximums beschränkt, man kann auch in den Tagen davor und danach sein Glück versuchen – am besten bequem auf einer Gartenliege mit entspanntem Blick nach oben. Viel Glück!

Sternfreunde treffen sich im Sommer

Auch in den Sommermonaten, wenn die Nächte nur kurz sind, treffen sich immer wieder Sternfreunde. Am 24. Juni 2022 fand das Fachgruppentreffen in der VdS-Feriensternwarte Kirchheim statt und es wurden neue Pläne für die kommende Zeit geschmiedet. Ebenfalls trafen sich die jungen Sternfreunde Anfang Juli 2022 zum zweiten Innovationsworkshop in Ottobeuren (Allgäu). Wenn Sie einen Termin haben, dann tragen Sie ihn doch ganz einfach bei uns unter Termine ein oder wenden sich an unsere Geschäftsstelle per E-Mail unter service@sternfreunde.de

 

 

Vortragsreihe für Jugendliche

Es geht wieder los mit der „Vortragsreihe für Jugendliche“ am Mittwoch, den 22. Juni 2022 von 18:00 bis 19:00 Uhr. Den Vortrag wird Dr. Benjamin Knispel halten zum Thema „Gravitationswellenastronomie“. Diese Reihe richtet sich an junge Sternfreunde, die übrigens bei uns in der Vereinigung der Sternfreunde kostenfrei Mitglied werden können. Dafür gibt es das Journal für Astronomie als PDF. Das spart Papier und ist gut für die Umwelt.

Nur zwei Wochen später geht es weiter mit einem Vortrag von Markus Kohler zum Thema „RAMOTS – Satelliten Tracking System“. Am Mittwoch, den 06. Juli ist es wieder soweit ab 18:00 Uhr. Das wird dann auch nicht der letzte Vortrag in der Reihe sein, denn weitere sind schon in Planung. Hier dazu die beiden Poster mit den Zugangsdaten.

Der Vortrag am 22. Juni 2022:

Der Vortrag am 6. Juli 2022:

Meteorstrom der Tau Herculiden am 30./31. Mai: die Erde durchquert einen Streifen Kometenmaterial

In der Nacht vom 30. zum 31. Mai 2022 wird die Erde einen Bereich mit Staubpartikeln des Kometen Schwassmann-Wachmann 3 passieren – Beobachter können dann Meteore in dichter Folge sehen. Die erwartete Rate reicht von wenigen Meteoren pro Stunde bis zu Sternschnuppen im Minutentakt oder schneller. Der dichteste Teil wird am 31. Mai gegen 7 Uhr MESZ erwartet, doch auch für die Stunden davor zeigen die Modellrechnungen Streifen mit erhöhter Dichte. Beobachter der VdS-Fachgruppe Meteore/Arbeitskreis Meteore e.V. werden dieses besondere Ereignis von verschiedenen Orten verfolgen, um die Ausdehnung und Zusammensetzung der Wolke aus Kometenstaub während des gesamten Durchganges zu erfassen. Dazu finden Beobachtungen in Deutschland, auf den Kanaren und in den USA statt.

Beobachter in Deutschland können in der Nacht vom 30. zum 31. Mai 2022 nach relativ langsam fliegenden Meteoren Ausschau halten. Ein Platz ohne störende Lichtquellen ist angeraten. Die Meteore können praktisch überall am Himmel aufleuchten. Wenn man ihre Spur zurückverlängert, sollten sie von einer Region westlich (rechts) vom Sternbild Bootes (Bärenhüter) mit dem hellen Stern Arktur herkommen. Dieser befindet sich nach Mitternacht hoch am Südwesthimmel. Wie viele Sternschnuppen tatsächlich sichtbar werden, ist nicht sicher – deshalb wollen wir das Ereignis dokumentieren.

Der kurzperiodische Komet 73P/Schwassmann-Wachmann 3 wurde 1930 entdeckt und ist Ende 1995 in mehrere Fragmente zerfallen. Danach wurden frische und dichte Staubschweife beobachtet. Diese Teilchen verteilen sich in der Folge über einen längeren Bereich, sodass sie auch die Erdbahn erreichen. Durch die jetzigen Beobachtungen sollen Informationen über die Freisetzung des Staubes aus dem Kometen sowie über die Geschwindigkeit beim Verteilen des Materials gewonnen werden. Dazu werden die Dichte, Größenverteilung sowie Orbits einzelner Meteorpartikel aufgezeichnet. Ab dem 29. Mai kann die Aktivität der Tau Herculiden live verfolgt werden: MeteorFlux 2.1 RT

Zusammen mit Daten anderer Beobachter soll daraus ein Gesamtbild entwickelt werden: Wie viel Staub kommt aus frischen Kometen-Bruchflächen? Wie schnell verlassen diese Teilchen den Kometen? Sind darunter auch größere Brocken oder nur kleine Staubpartikel?

Jürgen Rendtel,  Sirko Molau, AK Meteore e.V.

2. Innovationsworkshop für Jugendliche in der Astronomie vom 1.-3. Juli 2022

Drei Jahre nach dem ersten Innovationsworkshop für Jugendliche in der Astronomie beim Physikalischen Verein in Frankfurt lädt die Region Süd der VdS-Fachgruppe Astronomische Vereinigungen am Wochenende vom 1. bis zum 3. Juli 2022 zu einer Anschlussveranstaltung an der Allgäuer Volkssternwarte Ottobeuren ein. Es gilt zum einen, Themen aufzugreifen, die seinerzeit in Frankfurt  nicht komplett bearbeitet wurden, als auch um neue Themen und Projekte anzustoßen – und natürlich – um die Vernetzung der Jugendgruppen untereinander voranzubringen. Informationen zur Anmeldung im vorläufigen Programm. Anmeldeschluss ist der 10. Juni 2022.