Komet 12P/Pons-Brooks jetzt beobachten!

Liebe Sternfreunde,
gestern Abend (25. Februar) gab es eine erstes, winzig kleines Beobachtungsfenster für den Kometen Pons-Brooks. Als der Himmel gerade eben ausreichend dunkel war, stand der noch fast volle Mond nur 3 Grad über dem Horizont und störte kaum. Bewaffnet mit einem 5-cm-Fernglas fuhr ich mit dem Fahrrad ein Stück stadtauswärts, in dunkleren Himmel. Der Komet ist ein auffallendes Objekt im Fernglas! Die Helligkeit wird in den nächsten Tagen weiter zunehmen. Noch kann er am dunklen Nachthimmel beobachtet werden. Er hat 6. Größe und zieht oberhalb des Pegasus-Vierecks nach Osten.

Die Karte zeigt den Himmelsanblick gegen 19.30 h, wenn es gerade dunkel geworden ist.
Im Lauf des Monats wird der Komet zwar deutlich heller, bewegt sich aber gen Sonne. Dann werden wir ihn am Dämmerungshimmel aufsuchen müssen. Also: Jetzt hinschauen!

Über die weitere Entwicklung berichte ich an dieser Stelle in ein paar Tagen.

Euer Uwe Pilz.

25.2. – Europa und sein Schatten auf Jupiter

Liebe Sternfreunde, der Riesenplaneten hat für diese Beobachtungsperiode seine beste Zeit hinter sich. Er kulminiert schon halb fünf. Man kann ihn schon in der Dämmerung beobachten, gegen 18 Uhr: Dann steht er noch fast 50 Grad hoch. Bei Eintritt der Nacht hat sich diese Situation verschlechtert.

Der Durchgang von Europa vor der Jupiterscheibe beginnt zu Sonnenuntergang gegen 17.25 h. Obwohl die Situation reizvoll ist, weil der Trabant des Großen Roten Fleck durchläuft, wird sich das nur schwer beobachten lassen. Gegen 18 Uhr, wenn der Himmel dunkler geworden ist, steht der Mond inmitten der Jupiterscheibe. Nach meiner Erfahrung findet man ihn visuelle nicht so ohne weiteres. Die Fotografen können sich dennoch daran versuchen. Der Planet steht immer noch recht hoch, wie bereits erwähnt.
Die interessanteste Situation tritt 19.47 h ein. Europa verlässt gerade die Jupiterscheibe, und sein Schatten beginnt zu erscheinen.

Am Rand ist der Planet dunkler, sodass der helle Mond auffällt, auch schon einige Zeit früher. Es lohnt gegen 19.30 h mit dem Beobachten zu beginnen. Das Bild zeigt die Situation um 19.49 h, wenn der Mond gerade die Jupiterscheibe verlassen hat. Der Planet steht noch ausreichend hoch am Himmel, 35 Grad.

Euer Uwe Pilz

24.2 morgens: Vollmond oberhalb Regulus

Liebe Sternfreunde, der Vollmond steht am 24. Februar genau oberhalb von Regulus! Das Ereignis lässt sich beobachten, bis die Dämmerung den Stern verschluckt. Die Illustration stellt die Situation um 5 Uhr dar, der Mond steht dann genau oberhalb des hellen Sterns.

Um die „Sichel“ im Löwen, seinen Kopf, zu sehen, wird man ein Fernglas benötigen, weil der Mond recht hell ist.
Euer Uwe Pilz

22. Februar: Venus begegnet Mars

Liebe Sternfreunde, am 22. Februar kommen sich Venus und Mars sehr nahe. Am leichtesten zu beobachten ist dies in der fortgeschrittenen Dämmerung, ca. ab 6.45 h. Die beiden stehen dann schon einige Grad über dem Südosthorizont. Ein freier Blick ist Voraussetzung.
Venus wird man mit dem freien Auge erkennen. Für den Roten Planeten werden wir wohl ein Fernglas benötigen.
Die beiden stehen etwa 45 Bogenminuten voneinander entfernt und passen in das Gesichtsfeld eines Teleskops. Wer möchte, kann die engste Begegnung um 10.45 h anschauen, dann sind es nur noch 37 Bogenminuten. Venus ist mit einem Teleskop am Taghimmel gut zu sehen, Mars ist deutlich schwieriger zu finden. Aber wenn man ihn einmal hat, sieht man ihn deutlich. Und fragt sich, wie man ihn vorher hat übersehen können. Zu Suche kann ein Orange- oder Rotfilter helfen.

Euer Uwe Pilz.

16. Februar: Mond zieht an den Plejaden vorbei; 17.2: Konjunktion von Juno mit 65 Leo

Liebe Sternfreunde,

aller 18 Jahre kommt es serienweise zur Begegnung des Mondes mit den Plejaden. Wir sind wieder in so einem Zeitraum. Heute Abend zieht der Mond an den Plejaden vorbei. Das Bild gibt die Situation gegen 19 Uhr wieder, dann ist es gerade dunkel geworden.

Die Bewegung des Mondes lässt sich innerhalb der dann kommenden Stunden gut verfolgen.
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Am späten Abend des 17. Februar lässt sich der Vorübergang des Kleinplaneten Juno am recht hellen 65 Leonis verfolgen. Die Szene ist insgesamt reizvoll: 65 Leo ist ein Doppelstern aus zwei Komponenten mit 5m5 und 10 mag, Abstand etwa 3 Bogensekunden. Da muss man schon genau hinschauen.
In der Nähe des Sternenpaars steht SAO 188662, ein 7-mag-Stern. Gegen 21 Uhr steht Juno zwischen diesen, und zwar näher am SAO-mag-Stern. Dann kann man mit der Beobachtung beginnen, weil die Region ausreichend hoch am Abendhimmel steht.

Euer Uwe Pilz.

15. Februar: Bedeckung von 40 Arietis

Liebe Sternfreunde, am Abend des 15. Februar erleben wir die Bedeckung des recht hellen Sterns 40 Arietis durch den Mond. Mit knapp 6 mag ist er für das freie Auge erreichbar – allerdings nicht unmittelbar neben dem Mond. Dieser ist zunehmend und noch nicht ganz halb, der Eintritt erfolgt am dunklen Mondrand und ist deshalb gut beobachtbar. Für das freie Auge ist das nichts, aber das kleinste Fernglas genügt. Das Ereignis beginnt 19.12h. Der Austritt um 20.19 h lässt sich schwieriger beobachten, ein Teleskop wäre hier besser. Aber auch im Fernglas sieht man nach einer Viertelstunde den Stern sehr nahe der Mondscheibe. Das Bild zeigt diese beiden Situationen:

Etwas später am Abend lässt sich wieder eine schöne Erscheinung auf dem Jupiter beobachten: Der Jupitermond Io und sein Schatten sind gleichzeitig vor der Planetenscheibe. Das Bild zeigt die Situation 21.49 h, wenn der Mond gerade austritt. Dann lässt sich dies am besten beobachten.

Jupiter steht 20 Grad hoch über dem Westhorizont.
Euer Uwe Pilz

7. Februar: Mars, Venus und Mond bilden ein flaches Dreieck am Morgenhimmel

Liebe Sternfreunde,
am 7. Februar morgens kann man die schmale Mondsichel gemeinsam mit Venus am Morgenhimmel sehen. Man muss bis etwa 7 Uhr warten und braucht auch eine gute Sicht zum Südosthorizont: Dann erst ist der Mond aufgegangen. Die Dämmerung ist zwar schon weit fortgeschritten, aber Mond und Venus sind sehr hell und fallen ins Auge.

Um Mars zu sehen, ist jedoch ein Fernglas nötig.

Euer Uwe Pilz.

5. Februar: Mond sehr nahe Antares

Liebe Sternfreunde,

am Morgen des 5. Februars geht der Mond mit dem hellen, roten Stern Antares auf. Sehr sehenswert! Die Karte zeigt die Situation gegen 5.30 h, wenn beide schon an Höhe gewonnen haben. Der Abstand beträgt nur 2,5 Grad.

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Bereits am Vorabend können wir einen Schattendurchgang des Jupitermondes Ganymed beobachten, das Ereignis währt von 19.28 h bis 21.06 h. Im Bild dargestellt ist die Situation gegen 20.10 h, in der Mitte des Ereignisses.
Euer Uwe Pilz

1. Februar: Mond bei Spica

Liebe Sternfreunde,

schon Anfang Januar konnten wir eine Begegnung des Mondes mit Spica beobachten, und jetzt im Februar haben wir wieder so ein Ereignis:

Die nächste Begegnung ist gegen halb elf am Vormittag, das ist natürlich nicht beobachtbar. Es lohnt jedoch, in der Morgen-Dämmerung nach den beide zu schauen, diese Situation zeigt die Karte.

Solche nahen Begegnungen unterliegen einem Rhythmus: Aller 18 Jahre und 10 Tage stehen die beiden für ein paar Monate nahe beieinander. Die Ursache liegt in der Mondbewegung, genau im Umlauf des sog. Mondknotens. Dieser Umlauf ist auch dafür zuständig, dass sich Sonnen- und Mondfinsternisse aller 18 Jahre in ähnlicher Weise wiederholen.

Spica wird im August vom Mond bedeckt, das ist aber vom deutschen Sprachraum aus nicht zu sehen.

Euer Uwe Pilz

28.1. bis 12.2. – Beobachtungsabschnitt für den Kometen 12P/Pons-Brooks

Liebe Sternfreunde,

mit dem freien Auge sichtbare Kometen sind selten, selbst leicht im Fernglas erkennbare Schweifsterne nicht häufig. In diesem Frühjahr können Pons-Brooks leicht sehen, zunächst im Fernglas, demnächst vielleicht mit dem freien Auge.

Jetzt, Anfang Februar, erleben wir einen Beobachtungsabschnitt, wo der Komet noch recht hoch am Himmel steht, aber schon recht hell ist, ein Fernglas mit 4-5 Zentimetern Öffnung ist ein geeignetes Beobachtungsinstrument. In meinem 7-cm-Fernglas war er regelgerecht auffallend. Ein dunkler Himmel lohnt sich, ich bin 10 Kilometer von Leipzig ins Ländliche gefahren. Das ist kein Gebirgshimmel, aber dunkel genug für eine eindrucksvolle Beobachtung.

Der Komet zieht in den nächsten Wochen vom Schwan in die Eidechse, die Helligkeit erhöht sich von 8 auf 7,5 mag.

Damit ist er mit dem Teleskop auch von städtischen Standorten erreichbar.

Ab dem 13. Februar stört der Mond. Anfang März dann steht er nur noch sehr flach am Himmel, bei dann deutlich gestiegener Helligkeit. Ich berichte davon hier beizeiten.

Euer Uwe Pilz.