Weiterer Sternenpark anerkannt in der Rhön

12. August 2014 - g.grutzeck
Nach der Anerkennung durch die UNESCO als Biosphärenreservat erfolgt nun eine weitere Anerkennung für die Rhön. Am 7. August 2014 wurde der "Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön" von der International Dark Sky Reserve, IDA, in Tucson/USA als International Dark Sky Reserve anerkannt. Damit will das Biosphärenreservat Röhn auch die Nacht schützen – nicht nur für einen ungestörten Blick auf die Sterne, sondern auch zum Schutz der Menschen, Tiere und Pflanzen.
Dr. Andreas Hänel von der Fachgruppe Dark Sky der Vereinigung der Sternfreunde überbrachte auf der Wasserkuppe die Nachricht dem Landrat des Landkreises Fulda Bernd Woide als Vertreter der ARGE Rhön sowie den Leitern der bayerischen, hessischen und thüringischen Verwaltungsstellen des Biosphärenreservates Michael Geier, Torsten Raab und Karl-Friedrich Abe und an die Projektkoordinatorin Sabine Frank.
Ende Mai 2014 stellte die ARGE Rhön bei der International Dark Sky Association, IDA, in Tucson, USA, den Antrag auf Anerkennung von Teilen der Rhön als International Dark Sky Reserve (“Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön”). Die Ziele und Ansprüche eines Sternenparks stimmen sehr gut mit den Zielen des UNESCO Biosphärenreservates überein: Schutz der Natur besonders in der Nacht, Reduzierung des Energieverbrauches durch eine verantwortungsvolle und umweltverträglichere Beleuchtung, Reduzierung der Lichtverschmutzung sowie Umweltbildung und -forschung. Und die über die Jahre gewonnenen Ergebnisse von lichttechnischen Messungen belegen: die Rhön wartet mit einem einzigartigen Sternenhimmel auf. 
Von der ersten Konzeptidee bis zur Antragstellung im Mai dieses Jahres sind 4 Jahre voller intensiver Arbeit vergangen. Neben den lichttechnischen Messungen und der Erstellung eines Leuchtenkatasters mit Unterstützung der Anbieter öffentlicher Beleuchtung, mussten möglichst viele Kommunen ihre Unterstützung für das Projekt geben. Hierzu wurden mit den Anbietern der öffentlichen Beleuchtung Beleuchtungsrichtlinien aufgestellt, die von den Kommunen als zukünftige Handlungsgrundlage angenommen werden sollten.
Insgesamt fanden über 70 Vorträge zur Information der Öffentlichkeit statt.