1./2. März: Transit von Io und ihrem Schatten
Liebe Sternfreunde, in der Nacht vom 1. auf den 2. März erleben wir gegen Mitternacht einen Monddurchgang der Io. Ihr Schatten läuft ihr nach und erscheint gegen 23.40 Uhr auf der Planetenscheibe. Der helle Mond ist dann mitten auf dem Planeten und schwer zu sehen. Das bessert sich, wenn sich Io dem Planetenrand nähert.

Die Abbildung zeigt die Situation gegen 0.50 Uhr am 2. März. Io hat die Jupiterscheibe fast verlassen und steht im Bereich der Randabdunkelung und ist ein leichtes Ziel. Jupiter steht noch hoch im Südwesten.
Viel Erfolg bei der Beobachtung.
Euer Uwe Pilz.
25. Februar: Der Mond bedeckt κ Geminorum
Liebe Sternfreunde, am Freitag bedeckt der zunehmende Mond den recht hellen Stern κ in den Zwillingen, gegen 22.55 Uhr ist es so weit. Unser Trabant nähert sich dem Vollmond und ist recht hell, so dass es keine Sichtung für das freie Auge wird.

Ich empfehle, zumindest ein fernglas zur Hand zu nehmen. Jedes Teleskop zeigt das Geschehen deutlicher. Wie bei allen Sternbedeckungen: Es ist faszinieren, wie der Stern schlagartig verschwindet. Kurz nach Mitternacht taucht der Stern wieder auf. Am beleuchteten Mondrand ist dies aber schlechter zu sehen.
Die Zwillinge stehen um diese Uhrzeit sehr hoch am Himmel, ideale Voraussetzungen für eine Beobachtung.
Euer Uwe Pilz.
Komet 24P/Schaumasse begegnet dem Kugelsternhaufen Messier 15
Liebe Sternfreunde, der Komet Schaumasse durchlief am 8. Januar das Perihel und damit das Helligkeitsmaximum. Obwohl sein Glanz etwas nachgelassen hat, ist er immer noch ein einfaches Ziel am Morgenhimmel: Mit etwa 10 mag ist er auch für kleine Teleskope erreichbar.
In den nächsten Tagen begegnet er dem Kugelsternhaufen Messier 5. Der Abstand beträgt knapp 5 Grad.

Für Fotos sind leichte bis mittlere Teleobjektive am besten geeignet. Smart-Teleskope haben ein Bildfeld von 1-3 Grad, da passt die Szene nicht hinein. Wenn man nur den Kometen aufnehmen möchte, dann sollte die Gesamtbelichtungszeit nicht zu lange sien: Diese Geräte führen immer auf die Sterne nach und nicht auf den Kometen. Bei 15 Minuten Belichtungszeit hält sich die Eigenbewegung aber noch in Grenzen. Um mit solchen Teleskopen auch den Kugelsternhaufen mit im Bild zu haben, kann man den Panorama-Modus benutzen.
Euer Uwe Pilz.
Merkur am Abendhimmel
Liebe Sternfreunde,
wer noch nie den Planeten Merkur gesehen hat, der hat im Februar eine gute Gelegenheit dazu. Der innerste Planet steht hoch am Abendhimmel. Den größten Sonnenabstand weist er am 19.2. auf. Einen Tag früher steht aber der Mond ist in der Nähe und hilft beim Auffinden. Auch die strahlendhelle Venus ist in der Dämmerung gut zu sehen und bietet einen Anhaltspunkt.
Die beiliegende Karte zeigt die Situation am 18. Februar, und zwar 45 Minuten nach Sonnenuntergang. In der halben Stunde danach wird der Himmel zunehmend dunkler, was beim Auffinden des Merkur hilft. Allerdings ist die Venus dann schon untergegangen. Es bleibt aber der Mond.
Ein kleines Fernglas kann zumindest anfangs eine Hilfe sein. Man kann auch den Himmelsausschnitt mit einem Smartphone fotografieren und versuchen, den Merkur zuerst dort zu erkennen – das ist die moderne Form der Aufsuchhilfe.

Die szene lässt sich gut mit einem Fotoapparat ins Bild setzen. Ein leichtes Teleobjektiv bildet die Szene am besten ab. Aber auch das Smartphones oder die Weitwinkelkamera von Smartteleskopen sind geeignet, wenn man Bildausschnitte verwendet. Mit der Belichtungszeit muss man ein wenig experimentieren – der Himmel sollte im Foto leicht aufgehellt sein. Je nach ISO-Einstellung ist das spätestens nach einigen Sekunden Belichtungszeit erreicht.
Diese horizontnahe Lage der Himmelskörper lädt dazu ein, irdische Objekte in das Bild einzubeziehen. Viel Erfolg!
Euer Uwe Pilz.
15. Februar: Kleinplanet Ceres begegnet einem 6-mag-Stern
Liebe Sternfreunde,
am Sonntag abend kommt die Ceres einem 6-mag-Stern in den Fischen nahe. Der minimale Abstand wird gegen 19 Uhr erreicht beträgt knapp 6 Bogenminuten.

Zur Beobachtung genügt ein Fernglas oder ein kleines Teleskop, Ceres ist 9 mag hell. Die Region steht in ausreichender Höhe am Westhimmel. Der Mond stört nicht.
Im Teleskop kann man im Verlauf von ca. einer Stunde die Bewegung des Kleinplaneten vor dem Sternhintergrund gut erkennen. Als Hilfsmitte kann der 10-mag-Stern Stern östlich des hellen TYC 21119 dienen, die Winkelveränderung fällt leichter auf als die reine Lage zu einem hellen Stern. Im Teleskop ist die nahe Galaxie NGC 521 ist unter dunklem Himmel ein leichtes Ziel.

Auch Smartteleskope sind gut für die Beobachtung geeignet. Eine Belichtungszeit von ca. einer Stunde ergibt durch die Eigenbewegung bei der Ceres einen feinen Strich. Die Galaxie sollte auch von mäßig aufgehelltem Stadthimmel erreichbar sein. Dann kann man auch Ausschau halten nach weiteren Galaxien, die Fische sind reich daran.
Euer Uwe Pilz.
12. Februar: Mond- und Schattenereignisse auf dem Jupiter
Liebe Sternfreunde,
ich kündige in dieser Rubrik öfter einmal an, wenn ein Jupitermond und sein Schatten gleichzeitig zu sehen sind. Am Abend des 12. Februar kommt nun besonders viel zusammen:

Ab ca. 18.40 Uhr sind Europa und ihr Schatten gleichzeitig auf dem Jupiter zu sehen. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond nahezu in der Mitte der Planetenscheibe und ist zumindest visuelle schwer zu erkennen. Für Fotografen ist das alles leichter. Das linke Bild zeigt den Austritt der Europa gege 19.55 Uhr: Dann ist der Mond leicht zu erkennen wegen der Randabdunkelung am Jupiter.
Ab ca. 20.10 Uhr kann man die Schatten von Kallisto und Europa auf dem Jupiter sehen. Dieses Ereignis währt bis ca. 21.25 Uhr. Kallisto ist kleiner und damit auch sein Schatten. Ich habe ihn im Bild markiert. Europa hat sich dann schon ein ganzes Stück von der Planetenscheibe entfernt.
Euer Uwe Pilz.
Vorbereitung der Sonnenfinsternis im August – eclipsefan.org
Liebe Sternfreunde,
Christophe Durand hat eine sog. Ebene für Open Street Map programmiert, womit die lokalen Gegebenheiten der Finsternis am 12. August angezeigt und berechnet werden. Ich habe einmal Lerma herausgesucht:

Interessant finde ich, dass man über das Ebenensymbol unten rechts von der Mitte auf die Topologie umschalten kann: Wir benötigen eine Horizontsicht. In der Nähe von Lerma gibt es keine Gipfel, zu denen eine Straße führt. Besucher dort müssen sich also die Berghänge ansehen. Hierbei helfen die Höhenlinien:

Nur brauchen wir nur noch das passende Wetter!
Euer Uwe Pilz.
6. / 7. Februar: Der abnehmende Mond begegnet Spica
Liebe Sternfreunde, in der Nacht vom 6. auf den 7. Februar nähert sich der abnehmende Mond der hellen Spica in der Jungfrau an.

Die Region geht gegen Mitternacht auf. Im Lauf der Nacht bewegt sich der Mond (wie immer) nach Osten und kommt Spica näher. Die größte Annäherung erleben wir nicht mehr: Dann ist es zu hell. Aber bis zum Einsetzen der Dämmerung stehen die beiden knapp 3 Grad nahe. Für Fotografien kann die irdische Umgebung mit einbezogen werden, das ist immer reizvoll.
Euer Uwe Pilz.
3. Februar: Mond sehr nahe bei Regulus
Liebe Sternfreunde, in einigen Weltgegenden wird der Stern Regulus vom noch fast vollen Mond bedeckt. Wir im deutschen Sprachraum liegen außerhalb des Bedeckungspfades. Dennoch kommt es zu einer sehr dichte Annäherung.

Die Abbildung zeigt die Situation am Morgen des 3. Februars, gegen 5 Uhr. Wahrscheinlich überstrahlt der Mond selbst den hellen Regulus, so dass ein Fernglas ein gutes Beobachtungsinstrument ist.
Euer Uwe Pilz.
27./28. Januar : Der Mond steht in den Plejaden
Liebe Sternfreunde,
wir befinden uns inmitten eines Zyklus, in welchem der Mond durch die Plejaden zeiht oder ihnen nahe kommt. Ein besonders schönes Ereignis findet in der Nacht vom 27. auf den 28. Januar statt:

Die Abbildung zeigt das Geschehen um 0 Uhr. Beginnen mit der Beobachtung sollte man aber bereits abends gegen 21 Uhr, der Mond nähert sich dann dem Siebengestirn. Wahrscheinlich braucht man ein Fernglas, um die Plejadensterne neben dem hellen Mond auszumachen.
Der Vorübergang dauert bis nach 1 Uhr. Die Region ist dann zwar allmählich im Untergang begriffen, steht aber noch hoch genug über dem Horizont. Gerade diese Phase eignet sich, um auf Fotos die irdische Umgebnung einzubeziehen.
Euer Uwe Pilz.