3. September: Der Mond durchquert die Plejaden
Liebe Sternfreunde,
der Mond durchquert am frühen Nachmittag des 3. September das Siebengestirn. Dies ist unbeobachtbar für uns. Dennoch können wir die Bewegung des Mondes verfolgen: Am Morgen des 3. September finden wir den Mond weit westlich der Plejaden. Am späten Abendhimmel, wenn der Stier aufgegangen ist, legt er dann deutlich östlich.

Dies ist ein schönes Beispiel für die Bewegung des Mondes am Himmel. Die Szenen lassen sich leicht mit dem Smartphone ablichten.
Euer Uwe Pilz.
N Sge 2026, Nova im Pfeil
28. August: Partielle Mondfinsternis
Liebe Sternfreunde,
Sonnenfinsternisse und Mondfinsternisse kommen oft paarweise vor, weil der Mond 14 Tage später immer noch in der Nähe des Knotenpunktes steht. Zur Sonnenfinsternis am 12. August gehört die Mondfinsternis am 28.
Das Ereignis findet am Morgenhimmel statt. Der Beginn der partiellen Phase kurz nach halb fünf lässt sich gut sehen: Der Mond steht hoch am Himmel, es ist noch dunkle Nacht. Wenn die Bedeckung weit fortgeschritten ist, dann setzt bereits die Dämmerung ein:

Der beleuchtete Teil ist noch dominant, so dass es schwer wird, die rötliche Farbe des verfinsterten Teils zu erkennen. Wenn die Finsternis weiter fortschreitet, dann wird auch die Dämmerung heller. Der Erdschatten bedeckt schließlich die Mondscheibe fast völlig, nur ein schmaler Rand bleibt hell. Dieses Maximum tritt kurz nach 6 Uhr ein. In Teilen Deutschlands ist dann der Mond schon untergegangen, die Sonne steht kurz vor dem Aufgang. Dies ist praktisch unbeobachtbar.
Trotz dieser Einschränkungen ist diese Mondfinsternis ein lohnendes Schauspiel. Fotos mit einem Teleobjektiv sind einfach anzufertigen. Sogar mit dem Smartphone wird man die Finsternis im Bild festhalten können.
Euer Uwe Pilz.
24. August: Ceres durchquert den Quallennebel IC 443
Liebe Sternfreunde,
die Ceres hält sich in den Zwillingen auf, ganz in der Nähe des Roten Planeten. Am Morgen des 23. August steht sie sehr nahe dem 3-mag-Stern η Geminorum. Sie zieht dann weiter zu µ Geminorum, den sie am 28. August erreicht.

Dabei durchquert sie am 24. August den Quallennebel IC 443, ein lohnenswertes Fotomotiv! Sowohl die Ceres als auch IC 443 sind ein einfaches Ziel auch für Smartteleskope. Visuelle Beobachter benötigen eine Öffnung ab 8 Zoll, einen dunklen Himmel und einen [O-III]-Filter.
Euer Uwe Pilz.
Komet 220P/McNaught hatte einen Ausbruch!
Liebe Sternfreunde,
der Komet McNaught hatte einen Ausbruch um etwa 6 Größenklassen! Er ist jetzt 7 mag hell und ein leichtes Fernglasobjekt. Er steht im Kopf des Walfisch und lässt sich am Besten kurz vor Beginn der Morgendämmerung beobachten.

Das Foto habe ich mit einem Dwarf-3-Smartteleskop angefertigt, Belichtungszeit 9 Minuten, der Mond stand nahe – das wird besser in den nächsten Tagen.
Wahrscheinlich sind selbst Aufnahmen mit einem Smartphone möglich, falls dieses einen Nachtmodus hat.
Nicht verpassen!
Euer Uwe Pilz
7. August: Mond steht nahe den Plejaden
Liebe Sternfreunde, am Morgen des 7. August können wir beobachten, wie sich der Mond immer näher an die Plejaden heranschiebt. Bereits gegen 1 Uhr steht die Szene hoch genug am Himmel. Allerdings ist dann der Mond noch ein ganzes Stück entfernt. Der schönste Anblick ist zu Ende der Nacht, wenn die Dämmerung gerade beginnt aufzusteigen.

Die Szene lässt sich mit einem leichten Teleobjektiv einfangen: Mit der Belichtung experimentieren, so dass die Plejadensterne erkennbar sind und der Mond noch nicht zu sehr überstrahlt. Fotos mit einem Smartphone können auch gelingen: Auch hier in die Belichtungssteuerung eingreifen und den HDR-Modus anschalten.
Euer Uwe Pilz.
Morgensichtbarkeit des Planeten Merkur
Liebe Sternfreunde, die Morgensichtbarkeit des Planeten Merkur hat begonnen! Bis Anfang August können wir den innersten Planeten am Morgenhimmel aufspüren. Eine freie Horizontsicht nach Osten ist erforderlich.

Eine Stunde vor Sonnenaufgang sind die Wintersternbilder im Aufgehen begriffen. Mars leuchtet im Stier. Eine sehenswerte Konstellation! Fotos mit dem Smartphone sind sicher lohnend.
Euer Uwe Pilz
Pluto beobachten!
Liebe Sternfreunde, wer noch nie den Zwergplaneten Pluto gesehen hat, für den bietet sich jetzt eine Gelegenheit. Er steht am Morgen des 27. Juli im Steinbock in Opposition und erreicht damit die Maximalhelligkeit von 14m5.

Die Region steigt nicht allzu hoch über den Horizont, außerdem kann der Mond stören. Ich empfehle, am Morgen des 26. Juli zu schauen: Dann ist der Mond gerade untergegangen. Ein 8-Zöller genügt, vielleicht auch ein 6-Zöller. Es lohnt sich, etwas höher zu vergrößern.
Euer Uwe Pilz.
24. Juli: Mond begegnet Antares
Liebe Sternfreunde, in der Nacht vom 24. zum 25. Juli begegnet der zunehmende Mond dem hellen Antares. Mitunter wird dieser Stern sogar vom Mond bedeckt, diesmal wird es nur eine Annäherung.

Der Mond erreicht schon in der Dämmerung seinen höchsten Stand. Beobachten sollte man das Ereignis also gleich nach Eintritt der Dunkelheit. Insgesamt ist eine freie Sicht zum Südwesthimmel nötig, Mond und Antares stehen tiefer als 10 Grad. Fotos mit dem Smartphone sind einfach. Reizvoll wird es, wenn ihr irdische Objekte hinzunehmt.
Euer Uwe Pilz.
14. Juli: Saturn, Neptun und ein Kleinplanet
Liebe Sternfreunde,
der Ringplanet Saturn steht wieder in ausreichender Höhe am Morgenhimmel. Bei Beginn der Morgendämmerung sind es immerhin 25 Grad. Nicht weit davon entfernt steht der Neptun, den man aber nur in einem Fernglas oder Teleskop erkennt.

Am 14. Juli zieht die 10,5 mag helle Kleinplanet (192) Nausikaa am Neptun vorbei. In einem Fernglas ab 5 cm Öffnung ist auch dieser Kleinplanet erkennbar. Besonders reizvoll ist die Aufnahme in einem Smartteleskop. Einfach den Neptun einstellen und für mindestens eine Stunde belichten. Der Neptun bewegt sich in dieser Zeit nicht wahrnehmbar, aber Nausikaa macht sich im Summenbild durch einen kleinen Strich bemerkbar.
Euer Uwe Pilz.