24. Juli: Mond begegnet Antares
Liebe Sternfreunde, in der Nacht vom 24. zum 25. Juli begegnet der zunehmende Mond dem hellen Antares. Mitunter wird dieser Stern sogar vom Mond bedeckt, diesmal wird es nur eine Annäherung.

Der Mond erreicht schon in der Dämmerung seinen höchsten Stand. Beobachten sollte man das Ereignis also gleich nach Eintritt der Dunkelheit. Insgesamt ist eine freie Sicht zum Südwesthimmel nötig, Mond und Antares stehen tiefer als 10 Grad. Fotos mit dem Smartphone sind einfach. Reizvoll wird es, wenn ihr irdische Objekte hinzunehmt.
Euer Uwe Pilz.
14. Juli: Saturn, Neptun und ein Kleinplanet
Liebe Sternfreunde,
der Ringplanet Saturn steht wieder in ausreichender Höhe am Morgenhimmel. Bei Beginn der Morgendämmerung sind es immerhin 25 Grad. Nicht weit davon entfernt steht der Neptun, den man aber nur in einem Fernglas oder Teleskop erkennt.

Am 14. Juli zieht die 10,5 mag helle Kleinplanet (192) Nausikaa am Neptun vorbei. In einem Fernglas ab 5 cm Öffnung ist auch dieser Kleinplanet erkennbar. Besonders reizvoll ist die Aufnahme in einem Smartteleskop. Einfach den Neptun einstellen und für mindestens eine Stunde belichten. Der Neptun bewegt sich in dieser Zeit nicht wahrnehmbar, aber Nausikaa macht sich im Summenbild durch einen kleinen Strich bemerkbar.
Euer Uwe Pilz.
9. Juli – Venus begegnet Regulus
Liebe Sternfreunde,
in den nächsten Tagen können wir beobachten, wie die Venus am Hauptstern des Löwen, dem Regulus, vorbeizieht. Der Helligkeitsunterschied ist groß. Obwohl Regulus mit 1,4 mag zu den Sternen 1. Größenklasse gehört, wird er von der -4 mag hellen Venus überstrahlt. Die engste Begegnung findet am 9. Juli statt. Dann stehen die beiden näher als ein Grad.

Die beste Beobachtungszeit ist ca. eine Stunde nach Sonnenuntergang. Die beiden Gestirne stehen dann in etwa 8 Grad Höhe am Westhimmel und geben ein gutes Fotomotiv ab. Ein Smartphone genügt.
Euer Uwe Pilz.
4. Juli: Mars begegnet Uranus im Goldenen Tor der Ekliptik
Liebe Sternfreunde,
am Vormittag des 4. Juli steht der Uranus sehr nahe dem Roten Planeten, die beiden trennen dann nur sechs Bogenminuten. Am Taghimmel lässt sich das nur schwer beobachten. Jedoch ist diese Konstellation auch zum Ende der Nacht, eine Stunde vor Sonnenaufgang, gut zu sehen.

Der Himmel ist dann schon aufgehellt, aber die beiden Planeten stehen ausreichend hoch am Himmel. Vielleicht erspäht man auch die Plejaden. Die Hyaden zu erkennen, ist schwieriger, weil sie tiefer stehen. Der Abstand zwischen Mars und Uranus beträgt dann 9 Bogenminuten, das ist auch schon recht nahe.
Euer Uwe Pilz.
30. Juni, 2 Uhr: Tiefster Vollmond des Jahres
Liebe Sternfreunde, der Vollmond steht stets der Sonne gegenüber. Zur Sommer-Sonnenwende erreicht die Sonne ihren Höchststand, und der Mond damit den Tiefst-Stand. Wir finden ihn in der Nach vom 29. auf den 30. Juni tief im Schützen.

Die Körper des Sonnensystems bewegen sich in der Nähe der scheinbaren Sonnenbahn, der Ekliptik. Dies gilt auch für den Mond. Eine kleine Bahnneigung gibt es aber, und durch diese steht der Mond noch 5 Grad unter dem Gegen-Sonnenpunkt. Ein schönes Fotomotiv!
Euer Uwe Pilz.
26. Juni, 3 Uhr: Bedeckungsveränderlicher AI Draconis im Minimum
Liebe Sternfreunde, in der Nähe vom Kopf des Drachen ist der Bedeckungsveränderliche Stern AI Draconis leicht aufzufinden.

In der Nacht vom 25. auf den 26. Juni erleben wir ein leicht beobachtbares Minimum. Beginnen sollte man mit der Beobachtung gegen 1 Uhr, die Region steht fast im Zenit. Innerhalb von 2 Stunden sinkt die Helligkeit um eine Größenklasse, vom 7m1 auf 8m2. Ich habe in der Karte zwei Sterne markiert, die zum Vergleich dienen können.
Für die Beobachtung genügt ein Fernglas. Smart-Teleskope sind ebenfalls gut geeignet. Man kann den Automatik-Modus so programmieren, dass alle 10 Minuten ein Bild entsteht. Vielleicht genügt sogar ein Smartphone. Die modernen Geräte haben eine Nacht-Funktion, welche eine Belichtungszeiten von um die 10 Sekunden gestattet, kurze Belichtungen werden addiert. Es ist zweckmäßig, wenigstens für eine feste Auflage oder eine andere Art von Behelfsstativ zu sorgen.
Sehr lohnend ist die Aufnahme von Spektren. Eines vor Beginn des Abstiegs und eines im Minimum. Der bedeckende Stern ist viel kühler, was man im Spektrum leicht sehen kann. Ein spektroskopisches Gitter SA 100 oder vielleicht sogar die wirklich preisgünstigen „Beugungsgitter für spektroskopisc
Euer Uwe Pilz.
Komet 10P/Tempel jetzt beobachten
Liebe Sternfreunde, der Komet Tempel nimmt an Helligkeit zu. Im Moment hat er etwa 11 mag, das wird sich in den nächsten Wochen um ein weiteres mag erhöhen. Er steht in ausreichender Höhe am Morgenhimmel. der 4-mag-Stern ε Aquarii kann aus Aufsuchhilfe dienen.

Er sollte für größere Ferngläser erreichbar sein, auch ein kleines Teleskop ist ausreichend. Besonders einfach ist die Fotografie mit einem Smart-Teleskop: Schon 10-15 Minuten Belichtungszeit genügen. Die Smartteleskop stapeln die Einzelbilder „auf die Sterne“, der Komet bewegt sich zwischen ihnen. Deshalb sollte man es bei höchstens 30 Minuten Belichtungszeit belassen.
Euer Uwe Pilz.
17. Juni: Mond steht sehr nahe der Venus
Liebe Sternfreunde, am 17. Juni wird die Venus vom Mond bedeckt – leider aber für andere „Weltgegenden“. Wir können uns aber an der Konjunktion am Abendhimmel erfreuen. Das Bild zeigt die Situation um 23 Uhr.

Die beiden Gestirne stehen dann recht niedrig über dem Horizont. Fotografen können deshalb irdische Objekte einbeziehen, z.B. eine Stadt-Silhouette. Ein leichtes Teleobjektiv ist die beste Wahl, aber auch mit einem Smartphone können stimmungsvolle Aufnahmen gelingen.
Euer Uwe Pilz.
14. Juni, Opposition von (14) Irene
Liebe Sternfreunde, der Kleinplanet (14) Irene kommt am 14. Juni in Opposition. Die Region im südlichen Schlangenträger kulminiert gegen 1 Uhr. Bei freiem Blick zum Südhorizont kann man bereits bei Eintritt der Nacht mit der Beobachtung beginnen.

Die Helligkeit beträgt 9m4, so dass ein größeres Ferngla für die Beobachtung ausreicht. Der nahe Kugelsternhaufen NGC 6401 ist auch für das Fernglas erreichbar.
Besonders reizvoll ist die fotografische Abbildung mit einem Smartteleskop. Bei einer Belichtungszeit von einer Stunde oder mehr zeigt sich Irene im Bild als kurzer Strich. Je nach Größe des Bildfeldes kann man gleichzeitig NGC 6401 oder den Planetarischen Nebel NGC 6369 mit ins Bild nehmen. Smartteleskope haben ein ebenes Bildfeld, so dass Objekte am Rand gut wiedergegeben werden.
Euer Uwe Pilz.
10. Juni morgens: Mond bei Saturn
Liebe Sternfreunde, am 10. Juni steht der Mond nahe dem Ringplaneten Saturn – dessen Beobachtungssaison hat wieder begonnen. Bereits 90 Minuten vor Sonnenaufgang steht die Konstellation hoch genug am Morgenhimmel.

Wer den schwachen Neptun aufspüren möchte, muss ein Fernglas zu Hilfe nehmen.
Mit dem Teleskop zeigt der Saturn sein Ringsystem, was bereits wieder stärker geöffnet ist. Es lohnt sich zu warten, bis der Planet etwas höher steht. Dass die Dämmerung dann im Gange ist, stört erst einmal nicht. Bis ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang ist es kein Problem, sich am Saturn zu freuen.
Euer Uwe Pilz.