21./22. Oktober: Maximum der Orioniden

Liebe Sternfreunde,

der Orioniden-Meteorstrom erreicht in der Nach vom 21. auf den 22. Oktober sein Maximum. Erwartet werden etwa 15 Meteore in der Stunde. Der Strom neigt aber zu Ausbrüchen, es lohnt sich, ihn zu beobachten. Außerdem ist es die jährliche Gelegenheit, den Kometen Halley zu beobachten, den er ist die Ursache für diesen Strom.

Der Radiant befindet sich zwischen dem nördlichen Orion und den Zwillingen. Diese Region kann bereits ab Mitternacht beobachtet werden, der Mond geht dann auch gerade unter. Ideal ist der Morgenhimmel ab ca. 4.30 Uhr. Da es bis nach 6 Uhr dunkel ist, braucht man nicht einmal gar zu früh aufzustehen.

Euer Uwe Pilz.

 

16. und 18 Oktober morgens: Mond- und Schattenereignisse auf Jupiter.

Liebe Sternfreunde, wir nähern uns der Jupiter-Opposition. Bis zum Februar ist zwar noch etwas Zeit, aber die Serie der Monderscheinungen hat begonnen.

Am Morgen des 16. Oktober können wir den Mond Europa gemeinsam mit seinem Schatten beobachten. Der Schatten eilt dem Mond voraus. Eine gute Beobachtungszeit ist ab 3 Uhr, wenn der Mond gerade vor die Jupiterscheibe tritt und infolge der Randabdunkelung gut zu erkennen ist. Leider steht der Planet dann noch recht tief.

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Eine ganz ähnliche Situation erleben wir zwei Tage später, gegen 4 Uhr. Dann tritt der Mond Io vor den Jupiter, sein Schatten steht bereits fast in der Mitte der Planetenscheibe, der Große Rote Fleck ist auch besser zusehen. 4 Uhr steht auch Jupiter deutlich höher, was die Beobachtung erleichtert.

Euer Uwe Pilz

 

 

11. Oktober (und umliegende Tage): Mars zieht durch die Krippe

Liebe Sternfreunde, in den nächsten Tagen nähert sich der Planet Mars der Krippe im Krebs und wird diesen Offenen Sternhaufen zwischen dem 10. und 12 Oktober durchlaufen.

Das ist ein lohnendes Fotomotiv! Jede Art von Fotoapparat ist geeignet, am besten eignen sich leichte bis mittlere Teleobjektive, dann kommen auch die beiden Eselchen asellus borealis und asellus australis mit ins Bild. Bei hoher ISO-Zahl lassen sich die Sterne der Krippe in wenigen Sekunden ablichten. Eine Nachführung ist nicht unbedingt nötig.

Euer Uwe Pilz.

4. Oktober: Saturn in Opposition

Liebe Sternfreunde, am 4. Oktober steht der Ringplanet in Opposition und ist die ganze Nacht über zu beobachten. Besonders hinweisen möchte ich auf den sog. Oppositionseffekt, welcher an festen Oberfläche dazu führt, das mit „Sonne im Rücken“ die Fläche besonders hell ist. An Gasen gibt es dies nicht. Aus diesem Grund strahlen die Ringe in den Tagen um die Opposition besonders hell, deutlich kräftiger als die Planetenkugel. Das ist sonst nicht so.

Martin Fiedler gelang diese Aufnahme schon vor einigen Jahren, als die Ringe noch recht weit geöffnet waren. Aber auch in diesem Jahr wird man den Effekt sehen. Ein kleines Fernrohr genügt. Vielleicht versucht es auch jemand mit dem Smartteleskop? Je nach Modell erstreckt sich die Planetenkugel über etwa 10 Pixel und das Ringsystem über 20, das könnte zum Nachweis genügen. In jedem Fall benötigt man ein Foto aus der Oppositionsnacht (oder eine Nacht davor / danach)  und ein Vergleichsfoto deutlich nach der Opposition.

Viel Erfolg, euer Uwe Pilz

30. September: Mond steht in den Plejaden

Liebe Sternfreunde, am 30. September läuft der Mond quer durch die Plejaden. Leider zu früh für uns, hier in Leipzig hat der Trabant zu Mondaufgang gerade eben die Alkyone freigegeben. Eine Stunde später, gegen 21 Uhr, steht der Mond aber immer noch sehr nahe beim Siebengestirn.

Das lässt sich leicht fotografieren, selbst Versuche mit dem Smartphone sind aussichtsreich. Nehmt die Landschaft mit ins Bild!

Euer Uwe Pilz.

 

29. September: Bedeckung von ε Arietis durch den abnehmenden Mond

Liebe Sternfreunde,

am Herbsthimmel ist der abnehmende Mond bereits am Abend zu sehen. Wer diese Beleuchtungssituation beobachten möchte, sollte die nächsten Wochen nutzen. Natürlich gilt dies auch für Bedeckungen. Am 29. September werden ab 23.40 Uhr zuerst der schwächere SAO 75671 (6,7 mag) und dann der hellere ε Arietis (5,1 mag) bedeckt, leider am beleuchteten Mondrand. Der Mond steht hoch am Himmel.

Nach 0.25 Uhr gibt der Mond die Sterne wieder frei. Ein Fernglas genügt zur Beobachtung, es ist aber besser, es auf ein Stativ zu stellen.

Euer Uwe Pilz.

23. September morgens: Jupitermonde Io und Europa begegnen sich

Liebe Sternfreunde,

Jupiter nähert sich seiner Opposition Anfang Februar. Die Beobachtungbedingungen am Morgenhimmel sind inzwischen recht gut. Immer in Oppositionsnähe kommt es zu Erscheinungen der Jupitermonde und ihrer Schatten.

Am Morgen des 23. September, ab 5.14 Uhr, wirft die Io ihren Schatten auf Europa, es kommt zu einer partiellen Verfinsterung, die Helligkeit von Europa sinkt leicht. Eine reichliche Stunde später, ab 6.30 Uhr, bedeckt Io die Europa teilweise, sehr sehenswert. Jupiter steht dann schon 30 Grad hoch. Die Monde sind hell genug, um um sich gegen die beginnenden Morgendämmerung durchzusetzen. Beide Ereignisse dauern nur wenige Minuten.

Es lohnt sich, hoch zu vergrößern. Io und Europa sind bereits im Vierzöller als kleine Scheiben erkennbar, eine gute Luftruhe vorausgesetzt.

Hinweisen möchte ich auch auf den gemeinsamen Durchgang von Io und ihrem Schatten am Morgen des 25. September. Der Mond folgt dem Schatten. Leider lässt sich der Eintritt des Mondes nur schwer beobachten, weil Jupiter dann noch recht tief steht.

Im Bild gezeigt ist der Austritt des Schattens kurz vor 5 Uhr. Jupiter steht dann knapp 20 Grad hoch. Für visuelle Beobachter ist es jedoch schwer, den Mond vor der Jupiterscheibe zu finden, der Kontrast ist gering. Den Schatten hingegen wird man deutlich sehen.

Euer Uwe Pilz.

Bis Jahresende: Den Neptunmond Triton beobachten

Liebe Beobachter,

der Planet Neptun kommt am 26. September in Opposition und ist die ganze Nacht zu beobachten. Bis zum Jahresende verlagert sich die optimale Beobachtungszeit von Wahrer Mitternacht in den Abendhimmel. Neptun selbst ist 7,8 mag hell und ein leichtes Fernglasobjekt.

Schwieriger zu beobachten ist sein Mond Triton. Der Mond selbst ist mit 2700 km Durchmesser recht groß, nur die Galileischen Monde und der Erdmond sind größer. Neptun ist  jedoch sechs mal weiter von der Erde entfernt als Jupiter. Aus diesem Grund ist Triton nur 13,5 mag hell. Das ist unter guten Bedingungen ausreichend für einen Vierzöller, aber der helle Planet stört bei der Sichtung. Als erste Maßnahme sollte man die Beobachtungsversuche in die Zeiten der maximalen Elongation legen. Die Abbildung zeigt das Verhältnis zwischen Neptungröße und Triton-Position für eine solche Situation, und zwar für den 19. September.

Mit 8 Zoll Öffnung sollte die Sichtung bei großer Elongation gelingen. Triton hat eine Umlaufzeit von 5,88 Tagen, jeweils nach knapp 3 Tagen erleben wir einen großen Abstand zum Planeten. Die Tabelle gibt die Zeiten der größten Elongation in Weltzeit an. Bei der ersten Episode habe ich einen kleinen Zeitverlauf gegeben, damit ihr nachvollziehen könnt, wie lange vor oder nach der größten Elongation eine Beobachtung lohnt.

Euer Uwe Pilz

Tabelle:

Datum    Zeit(UT) Abstand in "
2026-Sep-20 00:00 12.56
2026-Sep-20 08:00 15.27
2026-Sep-20 16:00 16.77
2026-Sep-21 00:00 16.69
2026-Sep-21 08:00 15.05
2026-Sep-21 16:00 12.26

2026-Sep-20 20:00 16.93
2026-Sep-23 18:00 16.93
2026-Sep-26 17:00 16.94
2026-Sep-29 15:00 16.93
2026-Oct-02 14:00 16.93
2026-Oct-05 12:00 16.92
2026-Oct-08 11:00 16.92
2026-Oct-11 09:00 16.91
2026-Oct-14 08:00 16.91
2026-Oct-17 07:00 16.89
2026-Oct-20 05:00 16.88
2026-Oct-23 04:00 16.86
2026-Oct-26 02:00 16.85
2026-Oct-29 01:00 16.83
2026-Oct-31 23:00 16.82
2026-Nov-03 22:00 16.80
2026-Nov-06 20:00 16.78
2026-Nov-09 19:00 16.76
2026-Nov-12 17:00 16.74
2026-Nov-15 16:00 16.72
2026-Nov-18 15:00 16.69
2026-Nov-21 13:00 16.67
2026-Nov-24 12:00 16.65
2026-Nov-27 10:00 16.62
2026-Nov-30 09:00 16.60
2026-Dec-03 07:00 16.57
2026-Dec-06 06:00 16.54
2026-Dec-09 04:00 16.51
2026-Dec-12 03:00 16.49
2026-Dec-15 01:00 16.45
2026-Dec-18 00:00 16.43
2026-Dec-20 22:00 16.40
2026-Dec-23 21:00 16.38
2026-Dec-26 19:00 16.34
2026-Dec-29 18:00 16.32

18. September, 5 Uhr: Begegnung zweier Jupitermonde

Liebe Sternfreunde,

am Morgen des 18. September kommen sich die Jupitermonde Ganymed und Europa sehr nahe. An engsten stehen sie um 5.02 Uhr, eine Bedeckung wird gerade so verfehlt. Ein sehenswertes Ereignis!

Jupiter steht zu dieser Zeit hoch genug, hier in Leipzig sind es 16 Grad. Das kleinste Teleskop genügt, um die Begegnung der Lichtpünktchen zu verfolgen. Ab etwa 15 cm Öffnung kann man die Monde als kleine Scheiben sehen, die Durchmesser betragen 1,2″ und 0,7″. Hierzu sollte hoch vergrößert werden, etwa 200-fach.

Euer Uwe Pilz

Supernova 2026aaiv in NGC 7331 (Pegasus) jetzt beobachten

Liebe Sternfreunde,

bereits am 1. September wurde wird in der Galaxie NGC 7331 eine Supernova entdeckt. Die Galaxie selbst ist recht hell, ein Fernglasobjekt (9,5 mag). Sie ist das Zentrum einer Galaxiengruppe, deren Mitglieder im Bild zu sehen sind.

Technische Daten: 12 Zoll Öffnung / 1391mm Brennweite, L-Kanal / 8x80sek, Toup Tek MP2600 (IMX 571)

Im Juli 2025 wurde in dieser Galaxie schon einmal eine Supenova entdeckt,  2025rbs. Die jetzige SN ist 13-14 mag hell und damit ein leichtes Ziel für visuelle Beobachtung mit größeren Instrumenten. Sie kann auch mit Smartteleskopen erreicht werden.

Am Wochenende finden mehrere Teleskoptreffen statt, eine gute Gelegenheit zur Beobachtung. Ich werde sie auf dem HTT in meine Himmlesführung einschließen.

Euer Uwe Pilz.